Budo als Oberbegriff für die traditionellen Kampfkünste, eigentlich namentlich Japans, aber hier im weiteren Sinne alle Kampf- und Bewegungskünste Asiens, die sich als „Weg“ und nicht Sport begreifen, ist in den letzten Jahren vermehrt Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Jüngere Veröffentlichungen zum Thema nehmen das historisch, philosophisch, psychologisch und pädagogisch Besondere und sich vom modernen Kampfsport gänzlich Unterscheidende in den Blick, obwohl sich allerdings weiterhin begrifflich und inhaltlich falsche Vorstellungen durch die absurde Vereinnahmung der allein dem Budo zugeschrieben Wesenszüge und Wirkweisen in sog. „Budo-Sport“-Verbänden immer mehr verbreiten. Gerade so, als könne man dem modernen Kampfsport durch den Zusatz „Budo“ (der suggerieren soll, man beziehe sich auf dessen Wesentliche, „Geistige“) etwa einen ehrwürdig-traditionellen Charakter verleihen und den Wettkampfsport bereichern, gar ethisch aufwerten.

Insofern bedarf es immer noch oder immer mehr der Aufklärung darüber, was denn das eigentliche Wesen und Wirken von Budo überhaupt ausmacht, um dem Ganzen gerecht zu werden. Dabei soll sich dieses Buch nun weniger auf die historische, seit der Edo-Periode (1600–1868) vor allem vom Zen-Buddhismus (neben Konfuzianismus und Taoismus sowie Shaolin) geprägte Entwicklung von Budo aus den alten Kriegskünsten (Bugei und Bujutsu) eingehen, als auf das nunmehr auch heute noch Wesentliche und „Spezielle“.

Budo als spirituelle wie praktisch-philosophische Weg-Lehre und dadurch Kampf-„Kunst“ kann, recht verstanden, ein einzigartiger Schatz in der Theorie und Praxis des Studiums von „Kampf“ und „Kämpfen-Können“ sowie des Selbst sein, und am Ende auch des eigenen Lebens. Budo wirkt!

Es ist ein auf Bewegung, Begegnung und Besinnung angelegtes bewährtes ganzheitliches „Instrument“ der Selbsterziehung, Charakterschulung und Persönlichkeitsentwicklung und als originärer Weg („Do“) zum „Friedvollen Krieger“ eine konkrete Anleitung zu körperlicher, seelischer, geistiger, d.h. psycho-physischer wie psycho-emotionaler Selbstbeherrschung, die auf der Grundlage von stetig geübter Achtsamkeit und Wertschätzung in der „Meisterschaft“ zu Einsicht und Gewaltverzicht führt.

In diesem Buch wird das Thema Budo, sein Wesen und Wirken, aus Erfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnis heraus analysiert, um ein ebenso weitergehendes wie tieferes Verständnis von der Sache zu fördern.

Die Autoren (Vorstellung im entsprechenden Kapitel hinten), allesamt langjährige Kampfkünstler, Praktiker, „Meister“, Budo-

Lehrer und akademische Forscher, versuchen mit ihren jeweils verschieden gearteten Beiträgen und unterschiedlichen Schreibstilen den „wahren“ Kern und Sinn von Budo herauszuarbeiten.

Dies ist Mal in einem streng wissenschaftlichen und „nüchternen“ Stil, Mal sehr persönlich (fast intim), Mal als Übersichtsarbeit eher populärwissenschaftlich, was den Bezug der Autoren zum Thema und der Lektüre der geneigten Leserschaft gerecht werden soll.

Insgesamt ist dieses Werk aber ein Plädoyer für die Rückbesinnung auf das Wesentliche und Anerkennung des Wesentlichen von Budo, und ebenfalls ein Einblick in und Ausblick auf die Chancen, die Budo in heutiger Zeit für die Ausübenden, Schüler wie Lehrer, aber auch Adressaten professioneller Budo-Methoden wie Budopädagogik oder Budotherapie hat oder haben kann. Das tiefere Wissen und Verständnis vom Wesen und Wirken des Budo wird jedem Interessierten jedenfalls dienlich sein, seinen eigenen Weg der Kampfkunst als „ewiger Schüler“ intensiver zu studieren oder als Lehrer gehaltvoller zu vermitteln.

Fragen, Kritik und Anregungen nehmen wir sehr gerne entgegen und freuen uns, liebe Leser, auf Ihr Feedback. Wir wollen das Thema ja bewegen, also auch diskutieren, darüber und dafür streiten, in die Welt tragen…

BUDO I Wesen und Wirken der Kampfkunst

29,90 €Preis

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